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Teil 1: Eine Krise, die nur schwer zu erfassen ist

eingestellt von Gerald am 1. April 2020 um 09:11 Uhr | Kategorie: Finanztipps

Wir hatten in den vergangenen Jahren einige Krisen, die wir aber rational erfassen konnten. Entweder war es eine Überbewertung wie am Neuen Markt, 9/11, der Zusammenbruch einer Bank oder die daraus folgende Staatsschuldenkrise. Alles konnten wir nach einem Moment der Schockstarre dann einordnen.

Hier haben wir es erstmals mit einer Krise zu tun, die man nicht sehen kann und die jetzt die ganze Welt tangiert. Zuvor erschütterte der SARS-Erreger im Jahr 2002 bereits die Märkte, hatte aber nicht diese globale Wucht. Jetzt haben wir eine weltweite Pandemie. Die Strategien der letzten Krisen greifen nicht. Wir müssen uns neu darauf einstellen, was die globalen Auswirkungen sind.

Positiv zu sehen ist der Wille der Politik, die Krise schnell in den Griff zu bekommen. Die ergriffenen Maßnahmen werden Spuren in der Volkswirtschaft hinterlassen. Läden, die nur noch bedingt oder gar nicht mehr offen sind. Einschränkungen des Alltages von jedem Einzelnen. Aber es ist wichtig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Mehr geht derzeit nicht. Es muss vermieden werden, dass zu viele Menschen gleichzeitig erkranken.

Jeder der das Virus mit der Grippe gleichgesetzt hat, wird derzeit enttäuscht. Es scheint so, dass dieser Virus sich auch bei wärmeren Temperaturen weiterverbreitet. Darauf sollten wir uns einstellen. Es muss gelingen, unser Gesundheitssystem nicht an die Grenzen zu bringen. Italien zeigt, dass wir hier deutlich besser vorbereitet sind, was auch die Fallzahlen und Todesfälle angeht.

Die Politik hat schnell und unbürokratisch Hilfen angekündigt und auch bereits teilweise umgesetzt. Nur so kann vermieden werden, dass die Zahl der Arbeitslosen nicht dramatisch steigt. Wer Liquidität besitzt, kann Mitarbeiter weiter beschäftigen. Das muss das Ziel sein.

Die Hilfen der Bundesregierung haben eine enorme Tragweite. Man muss immer vorsichtig sein mit den Worten von Draghi, der mit seinem „whatever it takes“ die Märkte 2012 beruhigt hat. Jetzt werden wieder umfangreiche Zusagen gemacht, die in der Summe nicht limitiert sind und damit zu einer schnellen Erholung der Wirtschaft beitragen sollen. Auch auf europäischer Ebene hat man schnell reagiert und umfangreiche Hilfen zugesagt. Selbst die Europäische Zentralbank hat wichtige Weichen gestellt und sogar noch einmal ein Anleihekaufprogramm im Wert von 750 Mrd. € nachgelegt.

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