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Mauer´s Börsenblick: Risiken werden eingeblendet

eingestellt von Gerald am 19. Oktober 2021 um 11:03 Uhr | Kategorie: Gewusst wie

Der deutsche Aktienmarkt hat in den letzten Tagen etwas nachgegeben. Bisher läuft die Korrektur im normalen Rahmen ab und ist saisonal gar nicht so untypisch.

Was hat sich aktuell verändert oder drückt auf die Stimmung? Sicherlich die steiler werdende Zinskurve und eine möglicherweise schnellere Zinserhöhung in den USA. Bezüglich China sorgt sich der Markt, ob die Krise der Immobilienfirmen weitere chinesische Firmen und auch Privathaushalte in die Krise stürzen könnte. Eine klare Einschätzung dazu ist aber leider kaum möglich, da zu viele Daten aus China fehlen um die Tragweite sachlich einschätzen zu können.

Für den aktuellen Zinsanstieg sehe ich die gestiegene Inflation, sehr hohe Energiepreise und die Lieferkettenverzögerungen bzw. sogar Lieferkettenausfälle als Hauptgrund an. Denn andere Faktoren wie z. B. die letztjährige Mehrwertsteuersenkung wirken nur bis Jahresende inflationstreibend. Bei den Lieferketten stellt sich die Frage, ob es zu nachhaltigen Verzögerungen kommt und damit die Firmen gezwungen werden, die Lagerhaltung weiter zu reduzieren. Dann sind aufgrund der Knappheit von Gütern weitere Preiserhöhungen nicht auszuschließen. Die Inflation könnte sich damit auch länger oberhalb der Marke von zwei Prozent einpendeln.

Das wäre für den Aktienmarkt aus meiner Sicht noch kein Problem, da wir nach wie vor in einem sehr niedrigen Zinsumfeld gefangen sind. Fehlende Umsätze der Firmen wegen fehlender Waren wären allerdings sehr wohl negativ für die Aktienkurse. Von daher gilt es, bei diesem Thema wachsam zu bleiben. Mit der jetzt anlaufenden Quartalsberichtssaison in den USA und dann auch in Europa werden von den Firmen sicher Hinweise zu diesem Thema gegeben. Dann kann eine neue Lageeinschätzung erfolgen. Eine Jahresendrallye ist nach wie vor machbar.

Gerald Mauer, Wertpapier-Experte

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