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Sell in May and go away – wirklich?

eingestellt von Uwe am 18. Mai 2020 um 14:32 Uhr | Kategorie: Gewusst wie

Die altbekannte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ wird immer wieder um diese Jahreszeit zitiert. Wir wollen uns in diesem Beitrag der Frage widmen, ob es sinnvoll ist, ein gewisses Market-Timing nach dieser Regel zu betreiben.

Um was geht es eigentlich?

Dem Grunde nach empfiehlt die Börsenweisheit, dass Anleger im Mai eines Börsenjahres ihre Aktien verkaufen und zum Beginn der möglichen Jahresendrally – somit gegen Ende September bzw. Anfang Oktober – im jeweiligen Börsenjahr, wieder an die Märkte zurückkehren sollen. Mit anderen Worten: Anleger sollten die historisch als schwach betrachteten Sommermonate (Mai bis September) eher meiden und in den Wintermonaten (Okto-ber bis April) an den Märkten investiert sein. Offen bleibt dabei natürlich die Antwort auf die Frage nach einem optimalen Aus- und Wiedereinstiegszeitpunkt.

Tatsächlich scheint von Mai bis September eine schlechte Börsenzeit zu sein…

Quelle: Refinitiv. Eigene Berechnung und Darstellung. Hinweis: Weder die vergangene Wertentwicklung noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Die Berechnungen basieren auf Tagesschlusskursen.

…aber wie immer: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Quelle: Refinitiv. Eigene Berechnung und Darstellung. Hinweis: Weder die vergangene Wertentwicklung noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Die Berechnungen basieren auf Tagesschlusskursen.

Seit dem Jahr 1988 können wir auf 32 abgeschlossene Börsenjahre des DAX zurückblicken. Insgesamt kann der DAX-Performanceindex während den Sommermonaten 16 Mal eine positive sowie 16 Mal eine negative Performance aufweisen. Hingegen überwiegen während den Wintermonaten die positiven Wertentwicklungen. Hier stehen 27 Zeiträume mit einer positiven, 5 Zeiträume mit einer negativen Wertentwicklung gegenüber.

Quelle: Refinitiv. Eigene Berechnung und Darstellung.
Hinweis: Weder die vergangene Wertentwicklung noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Die Berechnungen basieren auf Tagesschlusskursen.

Wonnemonat Mai: Besser oder schlechter als sein Ruf?

Richtet man seinen Blick ausschließlich auf die Performance im Wonnemonat Mai, zeigt sich, dass der Mai besser als sein Ruf ist. Schließlich stehen 19 Jahre gegenüber, in denen der DAX im Mai stieg und nur 13 Jahre, in denen er sank. Historisch entwickelte sich der DAX im Mai somit besser als es diese Börsenweisheit suggeriert. Allerdings ist der Mai auch der Hauptausschüttungsmonat für Dividenden. Der DAX profitiert eindeutig auch vom Dividendeneffekt.

Quelle: Refinitiv. Eigene Berechnung und Darstellung.
Hinweis: Weder die vergangene Wertentwicklung noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Die Berechnungen basieren auf Tagesschlusskursen.

Und was ist mit dem Timing?

Der Antwort auf diese Frage wollen wir uns mit einer Betrachtung verschiedener Szenarien nähern. In allen vier Fällen hat ein Anleger jährlich 1.000 Euro in den DAX investiert. Im Zeitraum von 1988 bis 2019 erfolgte somit eine Gesamtinvestition von 32.000 Euro.

Der Anleger investiert, …
1. … jedes Jahr Ende September (Szenario 1)
2. … jedes Jahr zum Höchststand (Szenario 2)
3. … jedes Jahr zum Tiefstand (Szenario 3)
4. … jedes Jahr zum Jahresanfang (Szenario 4)

Quelle: Refinitiv. Eigene Berechnung und Darstellung.
Hinweis: Weder die vergangene Wertentwicklung noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Die Berechnungen basieren auf Tagesschlusskursen.

Im Ergebnis stellt sich hierbei die Frage, wie realistisch es ist, perfektes Timing betreiben zu können. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Anleger fortwährend zum Höchst- bzw. Tiefstand investiert. Wenn der jährliche Kaufzeitpunkt auf Ende September gelegt wird, resultiert hieraus ein geringerer Depotbestand als beim Kauf zum Tiefstand oder am Jahresanfang.

Hinsichtlich eines mittel- bis langfristigen Aufbau sowie Erhalt von Vermögen, sollten sich Anleger unserer Meinung nach – unabhängig von bestimmten Marktphasen bzw. Timing-Gedanken – für eine regelmäßige Investition entscheiden. Nur wie?

Unsere clevere Formel für die Geldanlage in schwankungsreichen Zeiten

Wenn Sie einen bestimmten Geldbetrag investieren möchten, führt an einem breit gestreuten Portfolio – trotz zwischenzeitlicher Schwankungen – kein Weg vorbei. Zu jeder Zeit stellt sich dabei natürlich die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt. Obwohl es diesen nicht gibt, neigt man dazu, diesen stets aufs Neue festzulegen, aber Hauptsache nicht heute. Motto: Warten wir doch einfach mal die Handelsstreitigkeiten, die Wachstumsschwäche, das Ende der Corona-Pandemie oder gar die Zinswende ab.

Mit Blick auf die aktuellen Börsenentwicklungen lässt sich feststellen: Die Märkte werden vermutlich noch über einen längeren Zeitraum größere Schwankungen erleben. Eine Aufwärtsbewegung ist möglich, es kann aber auch Kurskorrekturen geben. Grund hierfür sind die schwer kalkulierbaren weltwirtschaftlichen Einflussfaktoren – insbesondere im Zusammenhang mit dem Corona-Virus und den niedrigen Ölpreisen.

Daher ist für uns im Wesentlichen eine Anlagestrategie entscheidend, die unterschiedliche Marktentwicklungen berücksichtigt.

Fazit

Mit der cleveren Anlageformel 50-24-1 (die jederzeit individuell angepasst werden kann) stellt sich die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt nicht. Denn Sie sind auf unterschiedliche Marktphasen eingestellt. Über das langfristige Sparen machen Sie sich von temporären Kursschwankungen unabhängiger.

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